FAQ (frequently asked questions)

Häufig gestellte Fragen

Im folgenden haben wir häufige Fragen und die jeweiligen Antworten für Sie zusammengestellt.

Fragen zur Pflegestufe

Wird eine Pflegestufe benötigt, um in Ihre Einrichtung einziehen zu können und was muss ich tun, um eine Pflegestufe zu erhalten?


Ja, eine Pflegestufe ist für eine Heimaufnahme erforderlich. Falls Sie noch keine Pflegestufe haben, sollten Sie zunächst bei Ihrer Pflegekasse einen Antrag stellen. Ein einfacher Anruf genügt und Ihre Pflegekasse sendet Ihnen ein Antragsformular zu. Nach Begutachtung durch den Medizinischen Dienst der Krankenversicherung (wir empfehlen Ihnen hierfür das Führen eines Pflegetagebuches) wird die Pflegestufe festgesetzt. Falls Ihre Pflegekasse vor der Heimaufnahme bereits für die häusliche Pflege eine Pflegestufe anerkannt hat, bleibt diese weiterhin bestehen. Bei Krankenhausaufenthalten findet übrigens häufig ein Eileinstufungsverfahren statt. In allen Fällen ist die Pflegekasse über die Aufnahme in ein Pflegeheim zu informieren.

Fragen zu Kosten & Leistungen

Wer muss bei einem Aufenthalt im Pflegeheim für die Kosten aufkommen?

Bei der vollstationären Pflege übernimmt die Pflegekasse die Kosten für die Pflege- und Betreuungsleistungen, Unterkunft, Verpflegung und Investitionskosten von bis zu 75%, höchstens jedoch die im §43 SGB XI festgelegten Zuzahlungsbeträge (s. auch Aufstellung unserer Pflegesätze). Falls Rente und sonstiges Vermögen/Einkommen nicht ausreichen, werden die restlichen Kosten von einem Sozialhilfeträger übernommen. Hierfür ist ein rechtzeitiger Antrag (rückwirkende Kostenübernahme) bei dem für Ihren Wohnsitz zuständigen Sozialamt notwendig. Bei der Prüfung durch das Sozialamt wird geprüft, welche Rente und welches Vermögen dem Antragsteller zur Verfügung stehen. Reichen die Mittel des Antragstellers nicht aus, wird geprüft, ob unterhaltspflichtige Kinder zur Zahlung herangezogen werden können. Ob und wie viel ein Kind zuzahlen muss, richtet sich auch hier nach den individuellen Einkommen- und Vermögensverhältnissen.
Bei der Kurzzeitpflege übernimmt die Pflegekasse die Kosten für Pflege- und Betreuungsleistungen bis max. 1.550 Euro. Die Kosten für Unterbringung und Verpflegung sowie die Investitionskosten sind selbst bzw. ggf. durch einen Sozialhilfeträger zu tragen.

Welche Leistungen beinhaltet das Heimentgelt?

Die Heimkosten beinhalten alle notwendigen Pflegeleistungen, Soziale Betreuung, Unterkunft und Verpflegung, die Investitionskosten und den Ausbildungszuschlag (über diesen kann das Seniorenstift als praktischer Ausbildungsträger die Ausbildungsvergütung zum Teil refinanziert werden. Der Zuschlag wird vom Hessischen Landesamt für Versorgung und Soziales festgelegt und kann sich abhängig von der Anzahl der Auszubildenden jährlich ändern.)

Welche zusätzlichen Kosten können während des Heimaufenthaltes entstehen?

Persönliche Ausgaben wie Friseur, Apotheke, Fußpflege, besondere Toilettenartikel, Zeitungsabonnements, Telefon- und Fernsehgebühren, ggf. Praxisgebühren, Zuzahlungen.

Gibt es einen Friseur und Fußpflege? Wer zahlt?

Ja, der Friseur und die Fußpfleger sind wöchentlich im Haus. Die Abrechnung erfolgt ebenfalls über das Verwahrgeldkonto.

 

Fragen zu Kurzzeitpflege & Probewohnen

Bieten Sie Kurzzeitpflege und „Probe Wohnen“ und was bedeutet das?

Bei Vorliegen einer Pflegestufe können Sie die Leistungen der Kurzzeitpflege für höchstens 28 Tage (nicht zwingend an einem Stück) und bis zu einem Wert von 1.510 Euro je Kalenderjahr in Anspruch nehmen. Eine vollstationäre Pflege im Anschluss ist jederzeit möglich.

Gerne können Sie auch für eine bestimmte vereinbarte Zeit „auf Probe“ bei uns wohnen.

Fragen zur gesetzlichen Betreuung & Vollmacht

Benötige ich als Angehöriger eine gesetzliche Betreuung oder eine Vollmacht?

Sollte der Betroffene seine Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln können oder ist absehbar, dass dies in Zukunft der Fall sein wird, so empfehlen wir den Angehörigen dringend, eine Generalvollmacht zu verfassen bzw. eine gesetzliche Betreuung beim Amtsgericht zu beantragen. Zum Termin mit dem Amtsgericht muss eine ärztliche Bescheinigung mitgebracht werden, die besagt, dass der Betroffene seine Angelegenheiten nicht mehr selbst verwalten kann. Außerdem muss der Personalausweis des Betroffenen sowie der Personalausweis des zukünftigen Betreuers mitgebracht werden.
Die Generalvollmacht bzw. der Betreuerausweis sind vor Heimaufnahme vorzulegen.

Fragen zu Zimmer & Ausstattung

Wie groß sind die Zimmer und wie ist die Ausstattung?

  • Zimmergröße: ca. 14 - 26,5qm (Einzel- und Doppelzimmer)
  • WC-Sanitärbereich: Zimmer mit Nasszelle und WC/ mit Waschbecken
  • Standardmöblierung: Pflegebett, Pflegenachttisch, Tisch, Stuhl, Schrank, Kommode
  • Ausstattung: Fernsehanschluss Satellit (8  analoge Sender), Telefonanschluss, Notrufanlage

 

Können eigene Möbel mitgebracht werden?

Sie können, im Einvernehmen mit unserer Heimleitung und ggf. unter Berücksichtigung der Wünsche Ihres Mitbewohners, gerne eigene Möbelstücke und Gegenstände mitbringen. Bitte beachten Sie, dass Pflegebett und Nachttisch nicht ausgetauscht werden können.

Für die Freischaltung des Telefon- und Fernsehanschlusses, den notwendigen Geräten und den damit verbundenen Kosten sind Sie selbst verantwortlich. Das Satellitenfernsehen bietet acht analoge Sender. Für darüber hinausgehenden Empfang bitten wir Sie, ein geeignetes TV-Gerät ggf. mit Receiver mitzubringen.

Ist Bettwäsche etc. vorhanden? Wie ist die Wäscheversorgung geregelt?

Wir stellen Ihnen selbstverständlich Bettwäsche, Handtücher und Waschlappen zur Verfügung. Ihre persönlichen Kleidungs- und Wäsche¬stücke werden in unserer Wäscherei gewaschen, soweit sie mit Namen gekennzeichnet sowie maschinenwaschbar und bügelbar sind. Kosten für anfallende chemische Reinigung werden Ihnen ggf. in Rechnung gestellt. Die Wäschekennzeichnung können wir gerne für Sie veranlassen.

Kann ich in dem Zimmer bleiben, das ich zuerst bezogen habe?

Grundsätzlich ist dies so vorgesehen. Allerdings können aus wichtigem Grund, z.B. bei sich veränderndem Gesundheitszustand oder vorübergehend bei erforderlichen Renovierungsarbeiten Sie selbst oder auch die Heimleitung den Umzug in ein anderes Zimmer anregen. Dies wird einvernehmlich vereinbart und schriftlich festgehalten.

 

 

Fragen zu Haustieren

Kann ich mein Haustier mitbringen?

Tierhaltung ist unter Genehmigung der Heimleitung gestattet, jedoch unter der Voraussetzung, dass eine eigenständige Versorgung durch Sie oder Angehörige sicher gestellt ist.

Fragen zu Medikamentenversorgung & Hausarzt

Wie ist die Hilfsmittel- und Medikamentenversorgung geregelt?

Falls Sie Hilfsmittel, z.B. Gehstock, Rollator oder Rollstuhl, und Medikamente haben, bringen Sie diese bitte bei der Aufnahme mit. Wenn Sie weitere Hilfsmittel benötigen, werden wir dies mit Ihrem Hausarzt und mit unserem kooperierenden Sanitätshaus veranlassen.

Ihr Einverständnis vorausgesetzt übernimmt unsere Vertragsapotheke die Medikamentenversorgung und als Dienstleistung die Verblisterung. Die Kosten für Arzneimittel, nicht aber der Verblisterung, ggf. Zuzahlungen, Praxisgebühren werden über Ihr Verwahrgeldkonto in unserer Verwaltung abgerechnet.

Kann ich meinen Hausarzt behalten?

In unserem Seniorenstift gilt die freie Arztwahl. Somit können Sie Ihren Hausarzt selbstverständlich behalten. Dies setzt allerdings voraus, dass Ihr Hausarzt für regelmäßige Hausbesuche vor Ort bereit ist. Gerne sind wir Ihnen bei der Wahl Ihres Hausarztes behilflich.

Fragen zur Haftpflichtversicherung

Sind die Bewohner über das Haus haftpflichtversichert?

Nein, daher empfehlen wir Ihnen, eine Haftpflichtversicherung abzuschließen.

Fragen zu Besuchern & Unterbringung

Gibt es feste Besuchszeiten?

Es gibt keine „Besuchszeiten“ im herkömmlichen Sinne. Wenn die Türen am Abend verschlossen sind, bitten wir Sie die Klingel am Haupteingang zu benutzen. Damit wir Sie nicht vermissen, danken wir Ihnen und Ihren Angehörigen, wenn Sie sich immer auf dem zuständigen Wohnbereich ab bzw. zurückmelden, da wir bei längerer Abwesenheit verpflichtet sind, Sie bei der Polizei als vermisst zu melden.

Können Gäste im Haus übernachten?

Für Gäste stehen Gästezimmer zur Verfügung. Auf Wunsch kann zu einem Gästetarif an der Verpflegung in der Einrichtung teilgenommen werden.

 

Fragen zu Gottesdiensten

Finden Gottesdienste statt? Kommt der Pfarrer auch ans Bett?

Jede Woche findet ein Gottesdienst (im Wechsel evangelisch und katholisch) statt. Dank einer engen Bindung an die Kirchengemeinden in Kronberg werden unsere Bewohner auf Wunsch seelsorgerisch betreut und bei Bedarf am Bett aufgesucht.

 

Fragen zum Mitwirken im Seniorenstift

Kann ich am Leben im Seniorenstift mitwirken?

Selbstverständlich können Sie sich jederzeit in unserer Einrichtung einbringen. Wir freuen uns über jedes Engagement, zum Beispiel als Mitglied im Heimbeirat.

 

Fragen zu §87b SGB XI & Betreuungsbedarf

Was bedeutet der §87b SGB XI?

Unser Seniorenstift bietet für Bewohner mit erheblichem Bedarf an allgemeiner Beaufsichtigung und Betreuung ein zusätzliches Betreuungsangebot. Durch zusätzliche Betreuungskräfte wird eine bessere Betreuung von Menschen mit „erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz“, z.B. Menschen mit Demenz oder anderen psychischen Erkrankungen, ermöglicht.

Für das zusätzliche Betreuungsangebot wird von den Pflegekassen ein Vergütungszuschlag in Höhe von zur Zeit monatlich € 100,00 bzw. täglich € 3,28 (während der Kurzzeit-/Verhinderungspflege) gezahlt. Die Beurteilung ob die Voraussetzungen für dieses Betreuungsangebot vorliegen, erfolgt durch den MDK. Privat pflegeversicherte Bewohner/innen sind verpflichtet, den Vergütungszuschlag zunächst direkt an die Einrichtung zu zahlen, bevor eine Kostenerstattung der privaten Pflegekasse erfolgt.


Was passiert, wenn sich der Pflege- und Betreuungsbedarf ändert?

Stellen wir bei unseren Bewohnern fest, dass sie auf Grund der Entwicklung ihres Zustandes einer höheren Pflegestufe zuzuordnen sind, so fordern wir sie bzw. den Betreuer/ Angehörigen auf, bei der Pflegekasse eine Neubegutachtung zu beantragen und leiten dieses Schreiben an die Pflegekasse und ggf. den zuständigen Sozialhilfeträger weiter.